Schriftzug Conseil d'Eglises
AGENDA
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NPG - Niederländische Protestantische Gemeinschaft - Luxemburg
Name: NPG Nederlandse Protestantse Gemeenschap a.s.b.l.
(Communauté néerlandaise protestante)
Rechtsform: asbl
Sprache: niederländisch
Veröffentlichung: Mededelingenblad (bulletin 8x par an)
Kultstätten: Nouvelle église St Jacques, rue d’Olingen, Roodt/Syre
Dreifaltigkeitskirche, 5, rue de la Congrégation, Luxembourg
_ Centre protestant, 1, rue Jules Wilhelm, Luxembourg-Clausen
Sekretariat: Mme Ati van Dijk, 13, rue des Sources, L-7253 Walferdange
Tel. 331240
E-mail: npgluxemburg gmail.com
Allgemeine Informationen Zweck der NPG ist die Gestaltung des religiösen Lebens der im Großherzogtum Luxemburg ansässigen niederländischen und flämischen Protestanten. Jeden Sonntag findet ein Gottesdienst statt, abwechselnd im Gemeindehaus der deutsch- evangelischen Gemeinde, 35, avenue Gaston Diederich, Luxemburg-Belair (am ersten, dritten und ggf. fünften Sonntag des Monats) und in der katholischen Kirche von Roodt-Syr, rue d’Olingen, (am zweiten und vierten Sonntag des Monats), jeweils um 10.45 Uhr. Während der Sommermonate von 2009 gibt es vom 19. Juli bis zum 9. August keine NPG-Gottesdienste. In dieser Periode werden Gottesdienste im „großen weißen Zelt“ in Dillingen (siehe http://www.grotewittetent.nl) veranstaltet. In der Samstagsausgabe des „Luxemburger Wort“ finden Sie eine Übersicht von allen Gottesdiensten in Luxemburg-Stadt; in der letzten Kolonne steht auch die NPG.
Eine kurze Geschichte der NPG in Luxemburg Nach dem zweiten Weltkrieg kamen viele Niederländer nach Luxemburg. Dies waren erstens niederländische Landwirte mitsamt ihren Familien, die sich hier ein besseres Leben erhofften als in ihrer Heimat, vor allem nach der Überflutungskatastrophe von 1953. Zudem wurde in Luxemburg ab 1952 ein Anfang mit Europa gemacht, in Gestalt der Europäischen Gemeinschaft für Kohle und Stahl (EGKS) mit zunächst sechs Mitgliedstaaten (Belgien, Luxemburg, den Niederlanden, Deutschland, Frankreich und Italien). Aus diesem Grund kamen im Laufe der Zeit immer mehr Niederländer als EU-Beamte nach Luxemburg.

Die protestantischen Niederländer, die am Anfang die Gottesdienste der deutschen, französischen oder luxemburgischen Gemeinde besuchten, zeigten nach einiger Zeit ein gewisses Bedürfnis nach Gottesdiensten in der eigenen Sprache. Einmal im Monat wurde deshalb ein Pfarrer oder Pastoralarbeiter eingeladen, um, anfänglich bei einem der Teilnehmer zu Hause und später im damaligen Foyer der EGKS an der Boulevard Prince Henri, einen Gottesdienst zu leiten. Später wurden (bis zum heutigen Tag) die Räumlichkeiten der deutsch-evangelischen Gemeinde genutzt.

Ein Nachteil des Gastpfarrersystems war, dass es kaum Möglichkeiten für Pastoratsarbeit und Religionsunterricht gab. Deshalb kam die niederländische Protestantengruppe zum Schluss, dass man einen eigenen Vollzeitpfarrer brauchte. Weil das selbstverständlich beachtliche finanzielle und weitere Konsequenzen hatte, war es nicht zu vermeiden, dass die bis dahin ziemlich informelle Gruppe zur Rechtsperson wurde.

Am 1. März 1965 wurde die Niederländische Protestantische Gemeinschaft gegründet, mit dem Zweck „die Organisation des religiösen Lebens der im Großherzogtum Luxemburg ansässigen Protestanten die die niederländische Sprache als Muttersprache haben zu fördern. Ihre Aktivitäten umfassen die Veranstaltung von Gottesdiensten, eventuell geleitet von einem fest angestellten Pfarrer, das Abhalten von Religionsunterricht und Katechese, so wie alles, was in den niederländischen protestantischen Kirchen zur geistlichen Betreuung gehört“. (Artikel 1 der Statuten)

Der Name „Niederländische Protestantische Gemeinschaft“ deutete, wie auch der Wortlaut von Artikel 1, darauf hin, dass die Gründer nachdrücklich keine eigene Kirche mit Konfession und Kirchenordnung gründen wollten, sondern eine verbandsmäßig organisierte Zusammenarbeit von in Luxemburg lebenden, protestantisch ausgerichteten Menschen niederländischer Muttersprache.

Unter anderem aus finanziellen Gründen wurde entschieden, dass der eigene Pfarrer auch Religionsunterricht an der Europaschule geben sollte. Diese Verbindung mit der Europaschule ist logisch, wenn man bedenkt, dass die europäischen Beamten mit an der Basis der NPG standen.

Einige Jahrzehnte später leben ungefähr 5000 Niederländer in Luxemburg. Nach den Bauern und den Beamten sind als dritte Gruppe die im Bankgeschäft und Dienstleistungssektor tätigen Niederländer dazu gekommen. Als vierte Gruppe haben sich die in der Tourismuswirtschaft arbeitenden Menschen (Campingplatzbetreuer, Hotel- und Restauranteigentümer, usw.) etabliert. Auch nicht vergessen darf man jene Menschen, die nach ihren Eintritt in den Ruhestand Holland verlassen haben um in Luxemburg eine neue Lebensphase anzufangen.

Zusammenarbeit Schon bei der Gründung der NPG war die Rede von Zusammenarbeit mit allen protestantischen Glaubensrichtungen aus den Niederlanden. Auch gab es mittels ökumenischen Gottesdiensten, Religionsunterricht an der Europaschule und verschiedenen Gesprächskreisen intensive Beziehungen mit der niederländischsprachigen europäischen katholischen Pfarrgemeinde.

In der zweiten Hälfte der neunziger Jahre wurde in Luxemburg die Allianz protestantischer Kirchen gegründet, in der die zwei luxemburgischen protestantischen Kirchen und die deutsche, dänische und niederländische Gemeinden zusammen die protestantische Präsenz in Luxemburg zeigen möchten. Diese Zusammenarbeit fand ihren vorläufigen Höhepunkt in dem im Oktober 2000 organisierten Kirchentag.

2. März 2009
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