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Regard protestant
Die Welt der Kürzel

Unsere Vorliebe für Abkürzungen ist bekannt! Jeder weiß, was sich hinter den Kürzeln TGV, PC, WC oder TV verbirgt, doch wissen wir auch, was sie bedeuten? Zu den Kürzeln ist seit dem 24. Juni 2010 ein neues hinzugekommen, das der „Weltgemeinschaft Reformierter Kirchen“ (WRK) – „Communion des Eglises réformées“ (CMER). Es ist der weltweite Zusammenschluss von 80 Millionen reformierten Christen aus 227 Kirchen in 108 Ländern.

„Einheit feiern“ war daher das gegebene Motto des zentralen Gottesdienstes der Vereinigenden Generalversammlung in Grand Rapids (USA) vom 18. bis zum 28. Juni. Außergewöhnlich war das Pantomimenspiel über den Propheten Elia, der vor seiner Höhle Gott im Hauch einer Stille begegnet (1. Könige 19, 1-15). Pfarrerin Dr. Yvonne Delk stellte in ihrer Predigt die Frage: „Was tun wir hier?“, hier bei der Gründung des größten weltweiten Netzwerkes reformierter Kirchen? Was eint uns? Was stärkt uns?

Ihre Antworten waren einfach und klar: Habt keine Angst! Gott ist mit uns! Kommt aus der Höhle, ihr seid Gottes Volk, verwurzelt in der Einheit des Geistes, der zusammenführt!

Das neue Logo der Weltgemeinschaft Reformierter Kirchen setzt sich aus vier Einzelzeichen zusammen:

Die Schale steht für die Gemeinschaft im Abendmahl und in der Nachfolge, dem Dienst des Gebens und Empfangens.

Der Kreis deutet die weltweite Familie an, der sich ebenfalls zum Geben und Empfangen öffnet.

Die ineinander verwobenen Fäden ermutigen zu Partnerschaft und Zusammenarbeit. Sie symbolisieren das nicht endende Band von Gottes Treue in Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft.

Leicht erkennbar ist das Kreuz, unter dem sich Christen versammeln, um vereint im Glauben Zeugnis von Gottes froher Botschaft und seiner Kirche abzulegen. Im Besonderen ist an die konfessionelle Identität, das Zeugnis der Kirche und die Vereinigung im Glauben und in der Mission gedacht.

K.G. Marhoffer
Pastor der Protestantisch-Reformierten Kirche von Luxemburg.


Berichtigung

Bezüglich des Artikels „Gewinnen oder Verlieren“ im Regard protestant vom Samstag, dem 10. Juli ist Folgendes zu berichtigen. Es war fälschlicherweise die Rede von einem Erdrutschsieg für die Volkspartei für Freiheit und Demokratie (VVD). Dieser Sieg galt aber der Partei für die Freiheit (PVV). Die VVD ist eine gängige liberale Partei. Die PVV hingegen ist eine rechtsextreme fundamentalistische Partei. Aufgrund dieses Siegs wurde versucht, mit der PVV eine Koalitionsregierung zu bilden, die aber für die linken Parteien „tabu“ war, und mit der VVD sind die Verhandlungen gescheitert. Die Partei für die Freiheit kann also in den Niederlanden auf keinen Fall regieren. (C.)

Quelle: Luxemburger Wort

23. Juli 2010